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Pflanzenzuchtstation Slavice

Natürliche Bedingungen

Die Pflanzenzuchtstation Slavice liegt im Kartoffelanbaugebiet, Subtyp Weizen. Die Höhenlage schwankt zwischen 495 und 520 m, die Durchschnittstemperatur beträgt 7 °C und der durchschnittliche Niederschlag liegt bei 520 mm.
Züchtung

Die Boden- und Klimabedingungen der Station ermöglichen einen intensiven Kleeanbau, sowohl im Hinblick auf die Saatgut- als auch auf die Futterproduktion. Daher wurden und werden an der Station in erster Linie Kleearten gezüchtet, d. h. Rotklee 2n, Weißklee, sowie in geringerem Maße Wundklee, Weißer Steinklee und früher auch Hornklee.
Derzeit wird an der Züchtung ergänzender Kleearten gearbeitet:
Acker-Klee, Trifolium nigrescens, Purpur-Klee und Kaukasischer Klee (Trifolium ambiguum).
Zu den weiteren Kulturen gehören Futterkohl und insbesondere Gräser wie Deutsches Weidelgras 2n, Riesen-Straußgras, Duftendes Mariengras, Rohr-Schwingel, Schaf-Schwingel, Läger-Rispe, Zierliches Schillergras u. a. In der Vergangenheit wurden an der Station auch Sommerwicken und Winterraps gezüchtet. Die Fläche der Neuzüchtungen bewegte sich in den einzelnen Jahren zwischen einigen Hektar bis hin zu 20 ha.

In großem Umfang findet an der Station auch die Erhaltungszucht zahlreicher Futtermittelsorten statt, derzeit 31 Sorten (8 von 9 tschechischen Weißkleesorten).

Neu registrierte Sorten

  • Im Jahr 2006 wurden an der Pflanzenzuchtstation zwei neue Rotkleesorten, Slavoj und Slavín, sowie die Sorte Jonas des Deutschen Weidelgrases gezüchtet.
  • Im Jahr 2007 wurde die neue Sorte Slávek des Deutschen Weidelgrases gezüchtet.
  • Im Jahr 2008 wurden weitere neue Sorten gezüchtet: Sadek (Deutsches Weidelgras), Luke (Weißklee), Ariel (Futterkohl) und Vaclav (Riesen-Straußgras).
  • Im Jahr 2009 wurden die Weißkleesorten Bak und Borek gezüchtet.
  • Im Jahr 2012 wurde die Kaukasische Kleesorte Vonek gezüchtet.
  • Im Jahr 2019 wurden die Sorten Petrus und Vojtech des Deutschen Weidelgrases gezüchtet.
  • Im Jahr 2020 wurde die technische Rohr-Schwingelsorte Agnes gezüchtet.
  • Im Jahr 2023 wurde die Rohr-Schwingelsorte Martinka gezüchtet.

Derzeit bieten wir alle diese Sorten zur Vermehrung als geeignete Zwischenfrüchte an. In Zeiten sinkender Getreidepreise erweisen sie sich als perspektivische Kulturen für die Fruchtfolge.

Weitere Tätigkeiten

Neben der Züchtung und Vermehrung werden an der Station Gras- und Kleegrasmischungen zusammengestellt. Das aktuelle Sortiment umfasst 12 Arten von Mischungen, weitere bereiten wir nach Absprache gemäß Kundenwunsch vor. Die Station erstellt zweckgebundene Mischungen für spezifische Nutzer je nach Kundenanforderung und Verwendungszweck (für trockene Standorte, Rasen in Siedlungen, Rekultivierung, Zwischenstreifen in Obst- und Weingärten, für strapazierte Kinderspielplätze u. ä., ferner Mischungen für Pferde, Schafe, Ziegen, Strauße, für Flugplätze, Obstgärten usw.). Eine kostenlose Beratungstätigkeit ist selbstverständlich.

An der Station werden zudem Firmenversuche mit Mais, Wintergerste, Winter-Triticale, Deutschem Weidelgras und Luzerne durchgeführt.
In der Pflanzenproduktion befassen wir aus mit dem Anbau von Winterweizen, Sommerweizen und Winterraps.

Angebot zur Vermehrung

Wir bieten die vermittelte Vermehrung von Weißem Senf, Einjährigem Weidelgras, Riesen-Straußgras u. a. für unsere ausländischen Partner an. Mehr unter Tel.: 568 843 112

Kontakte

Stationsleiter

Martin Svoboda

Hauptzüchter

Ing. Marcela Šoustalová

Nachwuchszüchter

Eva Dufková

Nachwuchszüchter

Vendula Linhartová

Geschichte der Pflanzenzuchtstation Slavice

Die Station wurde 1946 gegründet und befindet sich am Rande der Gemeinde Slavice. Die Gemeinde Slavice war ursprünglich eigenständig und ist seit 1980 ein integrierter Teil der Stadt Třebíč, von der sie 4 km entfernt liegt.

Die ursprüngliche Absicht, hier eine Arbeitsstätte des Staatlichen Forschungsinstituts für Kleeanbau einzurichten, wurde jedoch nicht realisiert. Seit ihrer Gründung spezialisierte sich die Station auf die Züchtung von Futterpflanzen, wobei nach und nach die Züchtung von Weißklee, Rotklee und Deutschem Weidelgras überwog. Im Jahr 1977 wurde die Station dem Forschungsinstitut für Futterpflanzen (VŠÚP) Troubsko angegliedert. 1980 erfolgte eine Rekonstruktion und Erweiterung des Objekts (ursprünglich ein Restgut), was die Arbeitsbedingungen für die Züchtung wesentlich verbesserte.

Nach der Privatisierung wurde die Pflanzenzuchtstation Slavice Teil der Firma AGROGEN spol. s r.o. Troubsko und ihre Züchtungstätigkeit wird weiter fortgesetzt.